Wie läuft eine Kastration beim Haustier ab?

Kastration beim Hund

Wie die Kastration durchgeführt wird, hängt natürlich von deinem Tier, seinem Geschlecht und gesundheitlichen Besonderheiten ab. Eins haben aber alle Eingriffe gemeinsam: Sie werden unter Vollnarkose durchgeführt.

Hunde und Katzen sollten aus diesem Grund rund 12 Stunden vor dem Eingriff fasten, um bei der Operation nüchtern zu sein. Etwas anders verhält es sich bei Kleinsäugetieren, sie sollten bis kurz vor der Operation fressen. Einzelheiten dazu erklärt dir aber dein Tierarzt vorab.

Bei der chirurgischen Kastration männlicher Haustiere handelt es sich um einen deutlich weniger aufwendigen Eingriff, wenn die Hoden gut sichtbar außerhalb der Bauchhöhle liegen. Bei Kryptorchiden gestaltet sich die Kastrationsoperation hingegen deutlich aufwendiger, da die Hoden aus der Bauchhöhle oder dem Leistenspalt entfernt werden müssen.

Ähnlich wie bei der Entfernung der Eierstöcke bei weiblichen Haustieren ist hier die Öffnung der Bauchhöhle unerlässlich. Liegt der Kastration eine Organerkrankung zugrunde, dann kann es sinnvoll sein nicht nur die Eierstöcke zu entfernen, sondern auch die Gebärmutter. Hier trifft dein Tierarzt jedoch eine Einzelfallentscheidung.

Im Gegensatz zur operativen Kastration arbeitet man bei der chemischen Kastration mit Hormonpräparaten. Diese können deinem Haustier als Implantat oder als Tablette vom Tierarzt verabreicht werden.

Präparate zur chemischen Kastration unterdrücken die Funktion der Hoden und Eierstöcke und machen deinen vierbeinigen Liebling auf diese Weise unfruchtbar. Diese Methode ist reversibel. Was so viel bedeutet, als dass die Wirkung ab einem gewissen Zeitpunkt automatisch nachlässt.

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