Zahnschmerzen beim Hund erkennen Teil 2

Zahnschmerzen beim Hund erkennen

Wie erkennt man Zahnschmerzen beim Hund?

Im letzten Teil unserer zweiteiligen Serie „Wie Sie Zahnschmerzen bei Ihrem Hund erkennen“ haben wir darüber berichtet, dass Zahnschmerzen häufig unerkannt bleiben. In unserem heutigen Blogbeitrag erklären wir Dir wie Du die Selbstkontrolle bei Deinem Hund vornehmen kannst und geben Dir hilfreiche Tipps, um Zahnschmerzen bei Deinem Hund möglichst schnell zu erkennen.

Symptome als Indiz von Zahnschmerzen beim Hund erkennen

Zu den allgemeinen Verhaltensveränderungen, die auf einen Leidensdruck im Bereich des Kiefers hinweisen, zählen beispielsweise die Verweigerung von Futter, reduzierte Nahrungsaufnahme, ein leidvoller und trauriger Blick, leises stöhnen, fiepen oder gar winseln und jaulen, Müdigkeit, Lustlosigkeit, Niedergeschlagenheit sowie fehlende Lebensfreude.

Zu den speziellen Verhaltensveränderungen, die auf einen Leidensdruck im Bereich des Zahnbereichs hinweisen, zählen beispielsweise vermehrtes Speicheln. Vor allem dann, wenn dein Hund nicht fressen möchte oder das Futter wieder ausspuckt solltest Du die Zähne kontrollieren. Auch verklebtes Fell im Maulbereich und einseitiges Kauen können als Indiz für Zahnschmerzen gewertet werden. Stellst Du eine schiefe Kopfhaltung beim Kauen fest oder gar mit den Zähnen klappern sollten bei Dir alle Alarmglocken läuten.

Ständiges Kopfschütteln sowie die Schnauze am Teppich, einer Wand oder einem Möbelstück reiben können ebenso Indizien dafür sein, dass Dein vierbeiniger Freund still leidet. Auffälliges Kratzen an der Schnauze oder an den Lefzen bis zu anfallsmäßigem Reiben des Kopfes sind ebenso als Indizien für Zahnschmerzen zu bewerten.

Erste Anzeichen für Zahnschmerzen beim Hund

Riecht Dein Hund – ohne ersichtlichen Grund – unangenehm aus dem Maul oder unterscheidet sich ein Zahn von den anderen können dies erste Anzeichen für massive Zahnprobleme sein. Gibt es Hinweise auf beschädigte Zähne wie beispielsweise Bruchstellen oder Bruchlinien, haben sich Zahnbeläge und Zahnstein gebildet, sind gelbe Ablagerungen zu sehen oder bräunliche Verfärbungen, einhergehend mit gerötetem und geschwollenem Zahnfleisch, gehe davon aus, dass Dein Hund Zahnprobleme hat und ganz sicher auch Schmerzen in diesen Bereichen.

Auch Zahnfleischbluten und Zahnfleischschwund sowie eine geröteter Übergangsbereich von Zahnfleisch zum Zahn lassen auf ein Zahnproblem schließen. Blutungen aus dem Maul und unangenehmer Maulgeruch treten nicht nur bei schweren Vereiterungen im Kieferbereich auf. Hier sind auch Entzündungen im Augenbereich sowie ein eitriger Nasenausfluss möglich. Dabei tritt der eitrige Nasenausfluss häufig nur einseitig auf.

Anzeichen für Zahnprobleme beim Welpen

Insbesondere bei Welpen treten häufig Zahnprobleme auf. Als Folge des Zahnwechsels und der Zahnung ist es möglich, dass Zähne nicht ausfallen und zu massiven Problemen führen. Zahnfrakturen sowie Gebissfehlstellungen werden ebenso häufig im Welpenalter diagnostiziert. Um sich einen guten Überblick über das Gebiss deines Hundes zu verschaffen, empfiehlt sich die regelmäßige Zahnpflege mit unserer Emmi-pet Ultraschallzahnbürste.

Zahnprobleme mit Vorgeschichte

Viele Zahnprobleme haben eine Vorgeschichte. Hat Dein Hund beispielsweise vor dem Zahnproblem schwer apportiert, kann eine Zahnfraktur der Auslöser des Zahnproblems sein. Das Risiko einer Zahnfraktur steigt in Zusammenhang mit Holz. Auch abgekaute Gegenstände oder harte Gegenstände können zu massiven Traumata an Zähnen und Zahnfleisch führen. Ein abgebrochener Zahn oder eine Fehlstellung im Gebiss können ebenso starken Schmerzen führen.

Regelmäßige Zahninspektion durch den Hundehalter

Da man Zahnschmerzen häufig nicht sieht, sondern nur fühlt und kaputte Zähne sogar auf andere Bereiche im Maul ausstrahlen können, ist die Diagnose von Zahnschmerzen nicht immer leicht. Umso wichtiger, dass Du Deinen Hund auf die regelmäßige Zahninspektion vorbereitet hast. Schaffen Sie dazu eine entspannte Atmosphäre. Der Hund liegt am besten auf der Seite. Reden Sie Ihrem Hund gut zu. Heben Sie dabei beiläufig die Lefzen. Zeigt Dein Hund weder Anspannung noch Stress, kannst Du diese Übung auf der anderen Seite fortführen.

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